Im Herbst 1962 genehmigte der Senat die Teilung der Melanchthon Kirchengemeinde in Spandau. Diese Kirchengemeinde war durch die neuen Siedlungsgebiete zu groß geworden. Am 1.1.1963 trat die Teilung in Kraft und es entstand unsere Gemeinde: die Nathan-Söderblom-Kirchengemeinde, mit ca. 2.800 Mitgliedern. Als Versammlungsort diente das Skandiaheim in der Ebersdorfer Str. 119, das 1953 von skandinavischen Christen errichtet wurde, um Flüchtlinge aus der DDR betreuen zu können. Seit 1957 wurde das "Schwedenhaus" als zweiter Stützpunkt für die Melanchthon-Gemeinde genutzt. Der neue Pfarrer, Herr Feierabend, war bereits ein Jahr lang in Spandau, in diversen Gemeinden und Schulen als Hilfsprediger eingesetzt. Im Sommer 1966 konnte aus dem Bereich der Kolonie "Egelpfuhl" ein 4.000 qm großes Grundstück erworben werden. Spandaus Muttergemeinde St. Nikolai hatte es einer Erbengemeinschaft abgekauft und das Eigentum an die Nathan-Söderblom-Gemeinde übertragen. Am 12. März 1968 war es so weit: Das neue Gemeindezentrum in der Ulrikenstr. 7/9 wurde mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht und betreute von nun an ca. 3.600 Mitglieder. Seit Herbst 1996 ist Frau Türk Pfarrerin in der Nathan-Söderblom-Gemeinde. Im Sommer 2008 zog sie mit ihrer Familie aus dem Pfarrhaus aus, das durch ein undichtes Dach und Schimmelbefall unbewohnbar geworden war. Im Frühjahr 2010 wurde das Haus schließlich abgerissen. Inzwischen ist dort ein Beet entstanden, auf dem in Zukunft frische Kräuter und Blumen für den Alter wachsen sollen. Unsere Gemeinde hat inzwischen nur noch 1400 Gemeindeglieder, die Hälfte der ursprünglichen Zahl im Jahr 1963. Aus diesem Grund haben wir auch beschlossen, unseren GKR von sechs auf vier Mitglieder ab dem 31. Oktober 2010 zu reduzieren.

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